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- der erste Farbton der jungen Bundeswehr wurde bis ca 1970 eingesetzt. Etwas bräunlicher als der Nachfolger RAL 6014 NEU.
Die Bundeswehr nutzte bis in die 80er Jahre RAL 6014 Gelboliv. Der Farbton des ersten RAL 6014 sieht jedoch etwas bräunlicher aus als der des Zweiten, welcher eher ins Grünliche geht. Wieso ist das so? Viele Leute gingen davon aus dass die Farbe irgendwann geändert, der RAL Code aber beibehalten wurde. Das ist nachweislich falsch. Was nach 1961 ins RAL Register eingetragen wurde, hat heute immer noch Gültigkeit. Es ist also davon auszugehen dass nicht die Farbe, sondern das Herstellungsverfahren gäendert wurde.
Die Lösung ist naheliegend wie banal. Dazu ein paar Hintergrundinformationen um das Ganze verständlich zu machen. Das 1927 erschaffene RAL Register sollte dazu dienen den Reproduktionsprozesse zu vereinheitlichen. Beispiel:
Fa. Müller in Buxtehude sollte anhand der RAL Vorgaben in der Lage sein genau den gleichen Farbton zu produzieren wie Fa. Schmitz in Landau wenn es beispielsweise darum ging das neue Feldgrau Nr.2 der Reichswehr ( RAL 7009 Grüngrau) herzustellen.
Nun war man in der Lehre der Farbmetrik in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch nicht so weit fortgeschritten wie einige Jahre später. Die Farbkarten wurden damals ausschliesslich vom menschlichen Auge verifiziert, oftmals sogar ohne Verwendung einer genormten Lichtquelle.
Dies hatte zur Folge, dass einige Farben die unter Kunstlicht zwar alle gleich aussahen, im Sonnenlicht aber einen ganz anderen Farbwert wiedergaben. Besonders bei Grüntönen war dieser Unterschied sehr stark zu sehen. Bis 1961 war die RAL Tabelle 840 R (revidiert) in Gebrauch.
Danach wurde die Tabelle 840 HR ausgegeben, welche heute immer noch Anwendung findet. Die wichtigste Änderung dieser Tabelle ist, daß nun bei der Beurteilung der einzelnen Farben die Metamerie Beachtung findet. Metamerie beschreibt unter Anderem das Wahrnehmen eines bestimmten Farbtones unter Beleuchtung mit unterschiedlichen Wellenlängen.
Einfach: Eine Farbe X sieht zb. unter Kunstlicht ( zb. Leuchtstoffröhre) genau so aus wie unter Tageslicht (zb. Sonnenlicht)
Es wurde festgelegt, dass alle Farben ab 840 HR die mit Licht aus einem genau festgelegtem Wellenlängebereich beleuchtet werden, iihren Farbton nicht verändern dürfen.
Das erklärt ziemlich plausibel wieso es nun 2 vermeindlich unterschiedliche RAL 6014 Farbtöne gibt. Die Farbtöne sind eigentlich gar nicht verschieden, der Eine (6014 ALT) ist nur vor der Einführung der Metamerie hergestellt worden, und der Andere (6014 NEU) unter Berücksichtigung der Metamerie. Letztendlich sind die beiden "Farbtöne" unter Licht einer bestimmten Wellenlänge nahezu gleichaussehend.
Bei grellem Sonnenschein sieht man zwischen RAL 6014 ALT und NEU fast keinen Unterschied. Ist es allerdings bewölkt, oder wird der Lack indirekt beleuchtet, erscheint RAL 6014 ALT viel bräunlicher als RAL 6014 NEU.
Jetzt würde man eigentlich davon ausgehen, dass ab 1961 nur noch die neue Farbe Anwendung fand. Aber nicht bei der Bundeswehr. Die Umstellung auf die neue RAL Karte 840 HR fand bestimmt einige Jahre später statt, zumal auch sicher tonnenweise hergestellte Farbe aus früheren Zeiten vorrätig war. Die ersten Fahrzeuglackierungen in dem neuen Erscheinungsbild (RAL 6014 NEU) im grossen Stil lassen sich auf die Jahre zwischen 1967 und 1969 zurückverfolgen. Genau kann das momentan nicht bestimmt werden, da wir auch schon Fahrzeuge von 1962 gesehen haben die bereits RAL 6014 NEU appliziert hatten.
Es ist nun gelungen die alte Farbe unter Berücksichtigung metamorischer Gesichtspunkten wieder herzustellen.
Wir hoffen die Thematik einigermassen verständlich ausgedrückt zu haben. Falls Fragen zu diesem Thema vorherrschen sollten, scheuen Sie sich nicht uns anzusprechen.
Doch welche Farbe ist nun die Richtige für Ihr Fahrzeug?
Liegt das Baujahr des betreffenden Fahrzeuges zwischen 1956 und 1970 ist es letztendlich Geschmackssache.
Wer auf Individualität Wert legt ist mit RAL 6014 ALT gut beraten, da dieser "Farbton" sonst nicht erhältlich ist und den allgemeinen Zustand der 60er Jahre widerspiegelt.
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RAL 6014 ALT
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400ml Spray RAL 6014 ALT - Gelboliv bis ca. 1970 |
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Eine Anmerkung zu RAL 6014 |
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Die meißten unserer Kunden bestellen RAL 6014 immer in matt.
Ein Hinweis in eigener Sache sei hier gestattet:
Die Fahrzeuge der Bundeswehr waren bis 1984 nahezu durchweg in seidenmatt lackiert! Der Grund warum die meißten Menschen diese Fahrzeugelackierungen als matt in Erinnerung habe ist einfach. Qualitativ waren die alten BW Lacke nicht gerade hochwertig. Die Lacke kreideten schon nach kürzester Zeit aus und waren statt wie ursprünglich seidenmatt, nur noch matt und hatten oft einen leichten Grauschleier. Das waren die Mattierungsstoffe die sich an die Oberfläche des Lackes "gewaschen" hatten. Auch das Waschen der Fahrzeuge mit Diesel hat den Lacken nicht gut getan und sie zum Ausbleichen gebracht.
Wer also sein Bundeswehrfahrzeug "in Gebrauch" darstellen möchte, liegt mit der matten Farbwahl genau richtig. Nur neue, oder sehr gut gepflegte Fahrzeuge waren seidenmatt.
Wir werden RAL 6014 in Zukunft nur noch matt anbieten. Eine seidenmatte Lackierung zu erzeugen ist jedoch problemlos möglich. Anstatt eines matten Klarlackes verwenden Sie bitte einfach einen Seidenmatten.
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